Rüdiger Vogler
GEBURTSTAG:
14.05.1942 in Warthausen
LEBT IN:
Deutschland
14.05.1942 in Warthausen
LEBT IN:
Deutschland
Kurzinfo
Er gehört als Schauspieler zu Wim Wenders favorisierten Darstellern und spielte auch unter einigen anderen Regisseuren des Jungen Deutschen Films der 1970er-Jahre. Rüdiger Voglers Figuren treten zurückhaltend auf, scheinen mit sich zu ringen und seine Intellektuellen, Softies, Schriftsteller und Bürgersöhne spielt er mit leiser Stimme und mit mehr oder weniger leicht ironischem Lächeln. Eine seiner besten Rollen, die des Toningenieurs in ...weiter »
GEBURTSDATUM: 14.05.1942 | GEBURTSORT: DEUTSCHLAND
Er gehört als Schauspieler zu Wim Wenders favorisierten Darstellern und spielte auch unter einigen anderen Regisseuren des Jungen Deutschen Films der 1970er-Jahre. Rüdiger Voglers Figuren treten zurückhaltend auf, scheinen mit sich zu ringen und seine Intellektuellen, Softies, Schriftsteller und Bürgersöhne spielt er mit leiser Stimme und mit mehr oder weniger leicht ironischem Lächeln. Eine seiner besten Rollen, die des Toningenieurs in Lissabon in Wim Wenders' "Lisbon Story", spielte er mit ungeahntem Humor, frei und ausgeglichen.Vogler, geboren 1942, kam über das Theater zum Film, debütierte in Wenders' "Chronik der laufenden Ereignisse" und hatte seine erste Hauptrolle als Journalist, der mit einem kleinen Mädchen durch das Ruhrgebiet fährt, in "Alice in den Städten". Für seinen modernen Wilhelm Meister in "Falsche Bewegung" erhielt er den Bundesfilmpreis im Gesamtensemble. Mit Hanns Zischler als Partner fährt er in "Im Lauf der Zeit" die damalige deutsch-deutsche Grenze ab und repariert alte Filmprojektoren. Als liebenswert zerstreuter und tollpatschiger Detektiv Philip Winter führt er durch die Weltreise in dem Road-Movie und Zukunftsspiel "Bis ans Ende der Welt".
Außer für diese Wenders-Werke arbeitete Vogler, der in über 100 Kino- und vor allem TV-Filmen ("Tatort", "Rosa Roth", "Der Alte", "Bommels Billigflüge") gespielt hat, für Margarethe von Trotta ("Die bleierne Zeit"), Peter Handke ("Die linkshändige Frau") und seit den 80ern auch für europäische Ko-Produktionen ("Die Spaziergängerin von Sans-Souci", "Sunshine").
Joseph Vilsmaier holte ihn 2001 für sein Kinodrama "Leo und Claire" ans Set. Es folgten weitere Engagement in Fernsehfilmen wie "Die achte Todsünde: Gespensterjagd" und "Das Toskana-Karussell", "Die schöne Braut in Schwarz" mit Iris Berben und in der Komödie "Die Nonne und der Kommissar". Seine vorzügliche Interpretation des Dichters in der Filmbiografie "Heinrich Heine - Ich Narr des Glücks" sowie die Nazi-Rolle des Lagerkommandanten Fritz Werner in der britischen Produktion "Colditz - Flucht in die Freiheit" überzeugten das Publikum. Als behandelnder Arzt eines Schlaganfallpatienten verliebt er sich in dessen Ehefrau (Gisela Schneeberger), die sich eigentlich von ihrem Mann trennen wollte, aber mit einem Schlag - so auch der Titel dieser TV-Produktion - ändert sich dieser Plan. 2008 zeigte sich der Schauspieler wieder auf der Kinoleinwand: Max Färberböck inszenierte "Anonyma - Eine Frau in Berlin" mit Nina Hoss in der Hauptrolle und Vogler als Eckhart.
Rüdiger Vogler lebt abwechselnd in Paris und Mittelbuch bei Biberach.
GEBURTSDATUM: 14.05.1942 | GEBURTSORT: DEUTSCHLAND
Nach "Draußen am See" wagten sich Katharina Schöde und Felix Fuchssteiner an die Bestseller-Verfilmung "Rubinrot" - ein großes Abenteuer, wie sie verraten!
Ihr Spielfilmdebüt "Draußen am See" wurde 2009 mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnet". Nun haben Katharina Schöde (Buch/Produktion) und Felix Fuchssteiner (Regie/Produktion) mit "Rubinrot" verfilmt, das erste Buch von Kerstin Giers populärer Jugendbestsellertrilogie "Liebe geht durch alle Zeiten". Teil zwei, "Saphirblau", ist bereits in Planung.Wer kam auf die Idee, den Roman zu verfilmen?
KATHARINA SCHÖDE: Ich habe den Roman gelesen, als ihn noch kaum jemand kannte. Er war gerade erst erschienen, und uns war relativ schnell klar, dass "Rubinrot" ein toller Stoff für die große Leinwand ist. Wir hatten bisher mit unserer Produktionsfirma mem-film erst einen Kinofilm realisiert, deshalb war "Rubinrot" von Anfang an als Koproduktion angelegt.
FELIX FUCHSSTEINER: "Rubinrot" ist eine 50/50 Koproduktion zwischen unserer Filmproduktion mem-film und der Lieblingsfilm. Während man sich dort um die Finanzierung und alles Organisatorische kümmerten, waren wir für alles Inhaltliche federführend zuständig. Man kann also sagen: "Rubinrot" ist ein klassischer Autorenfilm.
Das Drehbuch sollte ziemlich nah an den Romanen sein?
KS: Ich habe versucht, sehr nah an der Stimmung des Romans, dessen Humor und Charme zu bleiben, und daraus ein filmisches Ganzes zu machen. Alle notwendigen dramaturgischen Veränderungen, haben, sollten zu der Welt von Rubinrot passen. Die Romane sind als Fortsetzungsgeschichte geschrieben und "Rubinrot" hört in der Mitte einer Szene mit einem Cliffhanger auf. Wir haben zwar auch einen Cliff, aber einen verhältnismäßig kleinen im Vergleich zum Buch. Es finden sich alle wichtigen Szenen aus dem Roman auch im Film, zum Teil anders gewichtet. Der dritte Akt "Die Suche nach der Prophezeiung" ist neu. Ein Buch ist kein Film und ein Fortsetzungsroman ist erst recht keiner.
Die Planung einer Trilogie birgt die Schwierigkeit, dass man alle Personen zunächst zeitaufwändig etablieren muss. Wie gelingt es trotzdem, schnell in die Geschichte einzusteigen?
KS: Die Idee war, mit dem Geburtstag von Charlotte anzufangen, den es in der Vorlage nicht gibt. Dabei etablieren wir die ganze Familie aus der Sicht von Gwendolyn, unserer Hauptfigur. Wir nehmen ihre subjektive Perspektive ein und sie stellt ihre Familie vor. Dann kommt auch gleich die Konfrontation mit ihrer Cousine und im nächsten Moment der Magic Moment, in dem sie und Gideon sich zum ersten Mal begegnen. Er kommt zur Türe herein und wir wissen: Das ist das Spannungsfeld, in dem sich das Ganze bewegen wird. In der nächsten Szene sind wir dann in der Geheimloge. Wir haben also gleich die beiden Pole: auf der einen Seite die Familie, auf der anderen die Logenwelt.
Die Ballszene zum Schluss ist auch neu?
FF: Ja, der Schulball ist neu, er bietet den Rahmen für die Liebesgeschichte zwischen Gwendolyn und Gideon. Da wir nicht den ganzen Fantasy-Plot zu Ende erzählen und aus den drei Büchern einen einzelnen Film machen wollten, haben wir beschlossen, wenigstens die Liebesgeschichte zu einem Happyend zu bringen - zumindest zu einem vorläufigen.
Was waren die Grenzen bei der Umsetzung der Fantasy-Welt von "Rubinrot"?
FF: Natürlich gibt es praktische Einschränkungen: London 1782 kann ich nicht im heutigen London drehen. Das muss ich irgendwo anders machen, und das kann dann auch in Oberfranken sein. Obwohl es ein deutscher Film mit einem deutschen Budget ist, konnten wir erzählerisch eigentlich alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Natürlich würde man sich als Regisseur immer über ein paar zusätzliche Drehtage freuen, aber generell hilft es, dass wir auch als Produzenten Einfluss darauf hatten, dass möglichst viel vom Budget auch auf der Leinwand zu sehen ist.
War es schwierig, die beiden Hauptdarsteller zu finden?
FF: Wir haben uns ohne Übertreibung alle Schauspieler in dem entsprechenden Alter, die es in Deutschland gibt, angeguckt, wenn auch nicht alle persönlich. Wir haben sehr viele gecastet, aber nachdem Maria Ehrich und Jannis Niewöhner vorgesprochen haben, war sofort klar, dass die beiden unsere Gwendolyn und unser Gideon sein würden, es gab keine B-Besetzung. Wichtig war, dass die Liebesgeschichte als Kern des Ganzen funktionieren muss, und wir waren überzeugt, dass Maria und Jannis das Spannungsfeld zwischen den Beiden perfekt rüberbringen können. Maria transportiert durch ihre Art wahnsinnig viel aus dem Roman, das im Drehbuch durch das Fehlen der inneren Monologe erstmal verloren ging. Mit einer tollpatschigen Natürlichkeit spielt sie das "Normale Mädchen in einer verrückten Welt" ganz großartig.
KS: Und Jannis hatte allein, wie er sich beim Casting vorgestellt hat, den Eindruck hinterlassen, dass er diese Mischung aus Coolness und Arroganz, die Gideon ausmacht, perfekt darstellen kann. Ich glaube auch, dass die beiden als Paar ganz großartig funktionieren.
Die Nebenschauspieler sind ein "Who's who" des deutschen Films.
FF: Ja, das war großartig, mit so tollen Schauspielern zusammen zu arbeiten. Da wird dann aus einer Rolle wie "Mr. George", die im Buch zwar wichtig, aber nie besonders spannend war, allein durch Rüdiger Vogler etwas ganz besonderes. Es ist wunderbar, wenn durch solch großartige Schauspieler noch mal so viel dazukommt und man beim Drehen immer wieder überrascht wird.
KS: Es ging nie darum, einfach nur ein paar große Namen zu haben. Wir wollten zum Beispiel immer schon mit Katharina Thalbach drehen. Das auch kleinere Rollen bei "Rubinrot" so hochkarätig besetzt sind, liegt hauptsächlich daran, dass Felix es geschafft hat unsere Wunschschauspieler mit dem "Rubinrot"-Virus zu infizieren.
Beeindruckend ist die Drehzeit von nur 42 Tagen. Ist das nicht äußerst atemlos?
KS: Es ist sportlich.
FF: Ja, das ist sportlich. Es gab eigentlich keinen Drehtag ohne besondere Herausforderung, ob es nun ein Stunt war, ein Tier oder ein special effect; jeder Tag war also spannend. Wir haben den Dreh akribisch geplant und es ist wirklich ein Film, in dem jede Szene aus dem Drehbuch auch im Film vorkommt, worauf wir ganz stolz sind. Es wird auf der DVD keine "deleted scenes" geben, weil wir keine Szenen weggelassen haben. Alles was wir an Zeit und Geld aufgewendet haben, hat es auch auf die Leinwand geschafft. Deswegen ist es vielleicht ein wenig ungerecht, den Film mit einem zu vergleichen, der etwa 60 Drehtage hatte, wovon dann 20 im Schneideraum verschwunden sind.
Gab es denn eine Drehgenehmigung für die Szene auf der Millenium Bridge in London?
FF: Die vier London-Drehtage waren schon filmhochschulreif. Wir hatten zwar eine Serviceproduktion in London, die wohl irgendeine Art von Genehmigung hatte, aber ob sie wirklich all das umfasste, was wir vorhatten, kann ich nicht sagen. Ich glaube, man hatte lediglich gesagt, dass da zwei Deutsche mit einer Kamera ein paar Aufnahmen von der Brücke herunter machen wollen. Letzten Endes drehten wir bei vollem Betrieb, bei Sturm, eine Action-Szene mit zwei Kameras. Aber so etwas macht dann richtig Spaß.
KS: Vor allem nach 40 Drehtagen, die minutiös durchgeplant waren?.
FF: Die London-Szenen sind ganz wichtig, um den Film im "Hier und Jetzt" zu erden und einen gewissen Realismus reinzubringen. Wenn Charlotte und Gwendolyn über die Straße gehen, die Szene auf der Millenium Bridge, die Szene in der Gwendolyn Fahrrad fährt, und die Szene, als die Beiden sich unter der Tower-Bridge treffen - all das trägt zum Flair des Films bei.
KS: Und nicht zuletzt die zwei Helikopter-Aufnahmen.
Was war die größte Herausforderung bei dem Dreh?
FF: Schnee war schlimm, der Kunstschnee sah abscheulich aus, es war auch immer zu wenig Schnee da, die Hälfte haben wir noch digital machen müssen.
KS: Und unsere Raben waren schwierig. Man hatte uns gesagt, Raben seien wahnsinnig intelligente Tiere, mit denen man ganz toll drehen könne, aber unsere Raben konnten und wollten nicht.
Aber sie fliegen schön durchs Bild.
KS: Ja, aber auch nur, weil das aus vielen Raben-Einstellungen zusammengeschustert ist.
Woher nimmt man als Regisseur den Mut, nach einem Low-Budget-Arthouse-Film wie "Draußen am See" so etwas Großes anzupacken?
FF: Das fragen alle. Soll ich ehrlich antworten?
Ja, bitte.
FF: Es macht, wenn man am Set mit seinen Schauspielern ist, keinerlei Unterschied, ob das ein Multi-Millionen-Projekt ist wie "Rubinrot" oder ein kleiner Low-Budget-Film wie "Draußen am See". Die Probleme sind gleich: Funktioniert die Szene, kommt da was rüber, kann man die Geschichte so erzählen, wie man sie erzählen will? Und alles andere sind dann konzentrische Kreise, die sich um diese Fragen ziehen; ob man einen Cateringwagen hat oder fünf Wohnwagen, ist dabei irrelevant.
KS: "Draußen am See" haben wir gemacht, nachdem wir jahrelang Drehbücher geschrieben und Projekte entwickelt hatten, bei denen wir immer bis zu einem gewissen Punkt gekommen sind, an dem es dann doch nicht geklappt hat. Dann haben wir irgendwann gesagt: Dieses Drehbuch ist nun so weit, wir machen das jetzt, und zwar nicht so, wie wir das auf der Filmhochschule gelernt haben, sondern anders, ohne Dolly, mit Rollstuhl und alles aus der Hand, um einfach mal einen Film zu machen. Und letzten Endes haben wir damals auch viel riskiert, weil uns klar war: Eine zweite Chance bekommen wir nicht.
FF: Von daher haben wir bei "Draußen am See" im Zweifel sogar mehr riskiert als bei Rubinrot. Was die beiden Projekte verbindet, ist die Freiheit, die Katharina und ich bei der Umsetzung hatten. Bei "Draußen am See" gab es weder Sender noch Förderer, bei "Rubinrot" hatten wir mit Markus Zimmer einen Partner, der uns voll und ganz vertraut hat, und der auch souverän genug ist, wichtige Entscheidungen abzusegnen, ohne gleich einen ganzen Apparat fragen zu müssen.
KS: Bei "Rubinrot" hatten wir immenses Glück: dass das Buch ein Bestseller wurde, dass viele Leute an das Projekt geglaubt haben und man uns das Vertrauen entgegengebracht hat, den Film machen zu dürfen und auch noch so, wie wir ihn machen wollten.
Denkt man von Anfang an daran, dass man drei Filme machen möchte? Sind Sie schon in der Vorbereitung des zweiten Films?
KS: "Rubinrot" ist der erste Teil der Trilogie und so sehr wir uns Mühe gegeben haben, dass "Rubinrot" auch als Einzelstück funktioniert, wollen wir die Geschichte natürlich weitererzählen. Ich habe mich eigentlich direkt nach Drehschluss daran gemacht, weiter zu schreiben und jetzt hoffen wir natürlich "Saphirblau", den zweiten Teil, auch realisieren zu können.
Was lernt man aus dem ersten Teil, was man im zweiten vielleicht anders, besser, schneller, kürzer machen könnte?
KS: Als wir mit dem Drehbuch zu "Rubinrot" angefangen haben, waren die anderen Bücher noch nicht einmal erschienen. Von daher war das ein dynamischer Prozess. Von einer Figur, die wir eigentlich im Drehbuch weglassen wollten, erfuhren wir dann in den Druckfahnen der Fortsetzung, dass sie eine Schlüsselrolle in Teil 2 spielt. Wir hatten uns also auf eine Reise mit ungewissem Ziel eingelassen.
FF: Der Vorteil beim zweiten Teil ist, dass man einiges voraussetzen kann, nicht mehr alle Figuren einführen muss und somit effektiver erzählen kann. Es gibt eine Vorgeschichte die zur Backstory wird und dies bietet Raum um sich intensiver auf die Konflikte zwischen den Figuren einzulassen. Und natürlich kann man auf ein großartiges Ensemble, tolle Motive und vieles mehr zurückgreifen - das spart Zeit und ist sehr inspirierend.
Auch mehr Effekte?
KS: Alle, die den Roman gelesen haben, wissen, dass es im zweiten Teil einen ganz wichtigen 3D-Charakter gibt, Xemerius, ein kleiner Wasserspeier-Dämon, der der beste Freund von Gwendolyn wird, eine Figur, die das Geschehen humorvoll reflektiert - das wird sicher nochmal eine neue Herausforderung.
FF: Bei "Saphirblau" ist es unser Ziel, nochmal einen ganz neuen Film zu machen - nicht einfach nur einen zweiten Teil von "Rubinrot".
KS: Der Schwerpunkt wird noch mehr auf der Liebesgeschichte liegen, mehr wird noch nicht verraten.




































