Susanne Bier
GEBURTSTAG:
15.04.1960 in Kopenhagen
15.04.1960 in Kopenhagen
Kurzinfo
Dänische Regisseurin. Mit romantischen Komödien und starken Familien- und Beziehungsdramen wurde Susanne Bier, die sich zeitweilig der Dogma-Bewegung anschloss, zur erfolgreichsten Regisseurin des Landes und begann 2006 nach zehn dänischen Filmen eine internationale Regiekarriere in den USA. Biers Filme wie "Open Hearts" und "Brothers" sind kraftvolle, bewegende und erschütternde Dramen, die mit viel Wirklichkeitsnähe um allgemeingültige Themen kreisen und menschliche Abgründe, ...weiter »
GEBURTSDATUM: 15.04.1960
Dänische Regisseurin. Mit romantischen Komödien und starken Familien- und Beziehungsdramen wurde Susanne Bier, die sich zeitweilig der Dogma-Bewegung anschloss, zur erfolgreichsten Regisseurin des Landes und begann 2006 nach zehn dänischen Filmen eine internationale Regiekarriere in den USA. Biers Filme wie "Open Hearts" und "Brothers" sind kraftvolle, bewegende und erschütternde Dramen, die mit viel Wirklichkeitsnähe um allgemeingültige Themen kreisen und menschliche Abgründe, die Nähe des Krieges im Alltag, zeitlose Lebenskrisen und extreme psychische Grenzerfahrungen behandeln. Alle Filme Biers sind von außerordentlichen Ensembleleistungen geprägt. Bevorzugte Hauptdarsteller ihrer dänischen Filme sind Mads Mikkelsen und Ulrich Thomsen, die beide international Karriere in James-Bond-007-Agententhrillern ("Casino Royale" bzw. "Die Welt ist nicht genug") machten, sowie Paprika Steen ("Okay", "Mifune").Susanne Bier wurde 1960 in Kopenhagen geboren. Sie studierte Angewandte Kunst an der Bezalet Akademie für Kunst und Design in Jerusalem und Architektur in London, bevor sie ihr Regiestudium an der Nationalen Filmschule Dänemark in Kopenhagen begann. Ihr Abschlussfilm "De Saliges O" gewann 1987 den ersten Preis des Internatio- nalen Festivals der Filmhochschulen in München. Parallel zu ihren seit 1990 ("Freud zieht aus") inszenierten Spielfilmen arbeitete Bier an Musikvideos und Werbespots.
Nach Filmen wie "Det bli'r i familien - Family Matters" (1993), "Pensionat Oskar - Like it Never Was Before" (1995) und dem Thriller "Sekten - Credo" (1997) stellte sich 1999 der große Erfolg für Susanne Bier ein, als ihre romantische Komödie "Den eneste ene - Der einzig Richtige" Kassen- rekorde brach und ihre Regieleistung mit dem dänischem Oscar (Robert) und dem Preis der Kritiker (Bodil) aus- gezeichnet wurde. International machte sich Bier mit dem im Stil der 1995 aufgestellten Dogma-Regeln gefilmten "Elsker Dig For Evigt - Open Hearts" (2002) einen Namen. "Open Hearts" schildert, wie sich ein junger Mann nach einem Autounfall von seiner Geliebten trennt, die sich dem behandelnden Arzt (Mikkelsen) zuwendet, der dadurch in eine Lebenskrise gerät.
"Brothers - Zwischen Brüdern" (2004) kreist an Hand einer das biblische Motiv von Kain und Abel aufgreifende Brudergeschichte um die Auswirkungen des Balkankriegs auf einen Major (Thomsen), dessen Ehefrau (Connie Nielsen) sich dem verantwortungslosen Bruder zuwendet, als er als vermisst gemeldet wird. "Brothers" wurde wie "Open Hearts" mit Robert und Bodil ausgezeichnet, gewann die Silberne Muschel in San Sebastian und erhielt den Hamburger Kritikerpreis. In "Efter Bryllupet - After the Wedding" (2005) spielt Mikkelsen den Vorsteher eines dänischen Waisenhauses, der nach Kopenhagen gerufen wird und ein altes Familiengeheimnis lüftet.
Seit 2006 verfolgt Susanne Bier eine internationale Karriere. Mit Halle Berry und Benicio del Toro in den Hauptrollen entstand das Drama "Things We Lost in the Fire": eine junge Frau mit zwei Kindern lädt nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes dessen besten Freund zu sich ein, um ihr Leben neu zu ordnen. Im September 2006 übernahm Bier die Regie für die Verfilmung des Bestsellers "The Duchess", im 18. Jahrhundert spielende Liebesgeschichte zwischen einer betrogenen Ehefrau und einem prominenten Politiker.
Susanne Bier ist Trägerin des dänischen Carl-Theodor- Dreyer-Preises.
GEBURTSDATUM: 15.04.1960
69. Filmfestival von Venedig - Tag 4: Joaquin Phoenix kratzt ein wenig am Lack von Scientology und rosa Wölkchen sorgen für sexy Kontraste am Roten Teppich.

Colin Firth erstottert für "The King's Speech" vier Oscars, auch "Inception" erhält 4. Natalie Portman gewinnt unter Tränen, "True Grit" verliert 10 Mal!
"Wenn Du nominiert bist und dann Deinen Namen hörst - das fühlt sich an wie ein lautloses impressionistisches Gemälde?"So beschrieb Hollywoods Liebling Tom Hanks zu Beginn den besonderen Reiz einer Oscar-Verleihung. Dieser blumige Vergleich muss auch den großen Sieger Colin Firth verwirrt haben. Denn der Brite rang ganz wie seine stotternde Filmfigur König George in "The King's Speech" mit den richtigen Worten, nachdem er den magischen Satz "And the Oscar goes to? Colin Firth" gehört hatte: "Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch, das sich den Weg zu meinen Füßen bahnen will - aber meinen Freudentanz will ich lieber niemandem zumuten."
Den Rest seiner Dankesrede absolvierte Colin Firth sichtlich um Fassung bemüht im Stotterrhythmus - und dabei war garantiert kein Method Acting im Spiel: Der feinsinnige Brite steckte nicht etwa noch in seiner Rolle fest, er war schlicht vollkommen überwältigt.
Dabei war Colin Firths Sieg ebenso wenig überraschend wie der Preis für Natalie Portmans Glanzleistung in "Black Swan". Als Ballerina, die unter enormem Leistungsdruck die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele überschreitet, beeindruckte sie wie Millionen deutscher Kinozuschauer auch die ehrwürdige Academy - und nahm den Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegen.
"Das ist der Wahnsinn!", rief Natalie Portman und kämpfte bei jedem Wort mit den Tränen. Sie dankte brav ihren Eltern sowie Luc Besson für ihre erste Rolle in "Leon - der Profi". Als sie sich schließlich an den Choreographen von "Black Swan", Benjamin Millepied, wandte, verlor Portman endgültig die Fassung: "Du hast mir die wichtigste Rolle meines Lebens gegeben", schluchzte Natalie dem Mann entgegen, von dem sie ein Kind erwartet.
Tränen dürfte es auch bei den Coen-Brüdern gegeben haben: Ihr Western-Remake "True Grit" war zehn Mal nominiert und ging dennoch vollkommen leer aus. Stattdessen wurde "The King's Speech" mit vier Goldjungs neben "Inception" (ebenfalls vier Preise) der meistausgezeichnete Film des Abends. Dabei heimste das berührende Monarchendrama, das insgesamt zwölf Mal nominiert war, allerdings den wichtigsten Oscar für den besten Film ein. Außerdem gewann Newcomer Tom Hooper gleich auf Anhieb den begehrten Regie-Oscar. Auch fürs Drehbuch gab's einen Academy Award. "Inception" erhielt die Preise eher in den kleineren technischen Kategorien wie Visual Effects, Kamera und Ton.
Auch der hochgehandelte "The Social Network" gewann nur drei von acht möglichen Oscars (adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Musik). Dafür überraschte Autor Aaron Sorkin mit einem Plädoyer für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film alles andere als gut wegkommt: Ohne ihn wäre keine Revolution in Nordafrika möglich geworden, gab Aaron Sorkin zu bedenken.
Einer der wenigen Momente schallenden Gelächters in einer ansonsten arg braven Oscar-Nacht war ausgerechnet Christian Bale zu verdanken. Er gewann den Preis für die beste Nebenrolle als Mark Wahlbergs Bruder in "The Fighter" und spielte auf der Bühne mit seinem Image als spaßgebremster Perfektionist: "Ich werde hier keine F**k-Arie ablassen, das kennt ihr ja schon zur Genüge von mir!" Bale hatte sich am Set von "Terminator 4" einen legendären Ausraster geleistet und einen Beleuchter minutenlang wüst beschimpft, weil dieser durchs Bild gelaufen war.
Auch der zweite Nebenrollen-Oscar ging an "The Fighter": Melissa Leo, die zuletzt schon für "Frozen River" nominiert gewesen war, wurde für ihren Part als biestige Mutter der boxenden Brüder Wahlberg und Bale ausgezeichnet. Sie benutzte in ihrer Dankesrede allerdings tatsächlich das böse F-Wort: "Als Kate Winslet hier oben stand, sah das so verf*ckt einfach aus!" In der US-Übertragung, die wegen des Superbowl-Eklats (Janet Jacksons "Nipplegate") um einige Sekunden zeitversetzt über den Äther ging, wurde diese Stelle prompt überpiept.
Den Auslands-Oscar gewann Susanne Bier für Dänemark mit dem Familiendrama "In einer besseren Welt". Ein deutscher Beitrag war in diesem Jahr ausnahmsweise nicht nominiert. Deutsche Oscar-Chancen hatten aber Hans Zimmer für die Musik in "Inception" sowie Jakob Schuh und Max Lang für ihren animierten Kurzfilm "Der Grüffelo" gehabt. Die Preise gewannen jedoch "The Social Network" respektive "The Lost Thing".
Als bester animierter Spielfilm wurde erwartungsgemäß "Toy Story 3" geehrt, der auch als bester Film nominiert gewesen war. Für Ausstattung und Kostüme erhielt Tim Burtons knallbunte Mär "Alice im Wunderland" zwei Oscars, beim Makeup triumphierte - fast zwangsläufig - "Wolfman".
Einiges Aufsehen erregte die Dankesrede von Charles Ferguson, der für seine Finanzkrisen-Doku "Inside Job" einen Oscar erhielt: "Vor drei Jahren wurde eine weltweite Finanzkatastrophe durch massive Betrügereien verursacht. Doch bis heute musste dafür noch kein einziger Finanz-Manager ins Gefängnis. Da läuft etwas völlig falsch!"
Ach ja, außer den Gewinnern waren auch noch zwei Moderatoren im Kodak Theatre von Los Angeles zugange. Allerdings fielen Anne Hathaway und James Franco kaum auf, obwohl Letzterer sogar als Hauptdarsteller in "127 Hours" (der bei sechs Nominierungen übrigens auch komplett leer ausging) selbst eine Oscar-Chance hatte. Wie mau die Gags der beiden waren, zeigte eine Rückblende auf Bob Hopes genial-pointierte Moderationen - die waren sogar in schwarzweiß lebendiger als die des Jahres 2011!
So war der schönste Oscar-Moment der 83. Verleihung auch nicht Anne Hathaway oder James Franco zu verdanken, sondern einer 94-jährigen Hollywood-Legende: Kirk Douglas! Am Stock gehend und mit schleppender, kaum noch zu verstehender Stimme verlieh er den Preis für die beste Nebendarstellerin. Dabei erwies er sich als galanter Charmeur: "Du siehst toll aus! Wo warst Du nur, als ich noch Filme gedreht habe?", fragte er eine mädchenhaft errötende Anne Hathaway.
Antwort: weit weg von einer Oscar-Verleihung - und das wäre wohl besser auch so geblieben?
Bei den Golden Globes wurde "The Social Network" von David Fincher mit vier Preisen ausgezeichnet. Natalie Portman ist beste Schauspielerin.
Mein lieber Schwan: Natalie Portman bekam einen Globe für "Black Swan", Christian Bale einen für "The Fighter". Top-Abräumer bei den Golden Globes wurde "The Social Network."Teilen? Kommt gar nicht in Frage: "The Social Network" ist jetzt befreundet mit vier Golden Globes: David Finchers Film wurde mit vier Preisen ausgezeichnet, unter anderem in der Königskategorie Bestes Drama. Weitere "Social Network"-Globes gingen an David Fincher selbst für die beste Regie, Aaron Sorkin für das beste Drehbuch sowie Trent Reznor und Atticus Ross für die beste Musik.
"The Kids Are All Right" ist die beste Komödie, Hauptdarstellerin Annette Bening wurde auch zur besten Komödien-Schauspielerin erklärt. Eine kleine Überraschung ist die Auszeichnung von Paul Giamatti ("Barney's Version") als bester Darsteller in einer Komödie.
Die weiteren Preise gingen an die designierten Favoriten: Natalie Portman ist beste Hauptdarstellerin eines Dramas für "Black Swan", Colin Firth bester Hauptdarsteller eines Dramas für "The King's Speech". Die Nebendarstellerpreise gingen an Christian Bale und Melissa Leo, jeweils für "The Fighter". Zum besten Animationsfilm wurde "Toy Story 3" erklärt. Und bester fremdsprachiger Film ist "In a Better World" der Dänin Susanne Bier.
Trotz dreier Nominierungen gab es keinen Gewinnerapplaus für Florian Henckel von Donnersmarcks Thriller "The Tourist". Auch Robert Schwentke, dessen "R.E.D. - Älter. härter. besser." ebenfalls nominiert war, ging leer aus.
Bei den Fernseh-Globes wurden die Preise weitestgehend ebenfalls den Favoriten zugedacht: "Boardwalk Empire" wurde als bestes Drama geehrt, "Glee" als beste Comedy/Musical. Beste Miniserie ist die deutsche Koproduktion "Carlos - Der Schakal". Darstellerpreise gingen an Katey Sagal ("Sons of Anarchy"), Steve Buscemi ("Boardwalk Empire"), Laura Linney ("The Big C"), Jim Parsons ("The Big Bang Theory"), Claire Danes ("Temple Grandin"), Al Pacino ("You Don't Know Jack"), Jane Lynch ("Glee") und Chris Golfer ("Glee").




































